Kostenbetrachtung - Krankheit
Die Belastungen der Büroarbeiter:
- Nackenversteifung, Schulter-Arm-Syndrom (RSI)
- Rückenprobleme, Rückenbeschwerden
- eingeklemmte innere Organe, Magen-Darm-Probleme
- Muskelinaktivität: Venen- und Lympfstau, Muskelschwund, Krampfadern
- Extrem hohe Augenbelastungen mit der Folge von Augenermüdung, Augenbrennen, Augenstechen, Augenrötung, verschwommene Sicht, Augenflimmern
- Kopfschmerzen
- Psychische Belastungen durch Monotonie, Isolation, hohe Konzentrationsanforderungen, Arbeitsdruck, knappe Personalausstattung, mangelnde Führungskompetenz...
Wie schon in den Vorjahren, wird auch 2010 die Statistik der Arbeitsunfähigkeitstage wieder von Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems mit rund 22 % angeführt, also mit 272 AU-Tagen auf 100 Versicherte. Nur 3,6 % der Krankheitsfälle erzeugen 40,9 % AU-Tage – die langfristigen Erkrankungen von länger als 6 Wochen sorgen also für einen Großteil der Ausfälle. Der gleich bleibend große Anteil von Langzeitarbeitsunfähigkeiten weist auf die Bedeutung von Rehabilitationsmaßnahmen hin.
Insbesondere auf der betrieblichen Ebene spielen jedoch auch die kurzen und sehr kurzen Erkrankungen eine nicht zu unterschätzende Rolle. Wenn auch ihr Anteil am Krankenstand vergleichsweise gering ist, so führt doch die Häufigkeit von kurzen Ausfallzeiten zu oft empfindlichen Störungen in betrieblichen Abläufen.
Bei den meisten personellen Kostenbetrachtungen im Büro stehen die Kosten die durch Krankheiten entstehen an erster Stelle. Diese Belastungen sind bekannt und bewegen sich seit Jahren auf einem relativ niedrigen, stagnierenden Niveau. Somit ist das Potential zur Reduzierung nicht mehr besonders hoch. Welches Potential der Kostenreduzierung und Produktivitätssteigerung steckt aber in der Zeit, in der die Mitarbeiter anwesend sind ?
Wer heute keine Zeit für seine Gesundheit investiert, wird diese später für seine Krankheit investieren müssen
Dr.med. Kenneth Cooper
